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Das Motorboot Sarotti

Die erste Durchquerung Afrikas mit dem Motorboot

 

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Das Expeditionsboot „Sarotti“

Motorbootexpedition27 Sponsor Sarotti AG in Berlin (Direktoren Tiede und Hoffmann ), entworfen von Schiffbauingenieur Vertens in Form afrikanischer Brandungsboote. Durch Bootswerft Firma Lürssen in Aumund Vegesack gebaut.

Technische Daten: 8,20 m lang, 1,65 m breit, ca. 30cm Tiefgang. Eichene Doppelwandung + Aluminiumschicht. 5 PS Einzylinder-Rohöl und Petroleummotor 15 km/h (8 Meilen) mittschiffs eingebaut, amerikanisches Verdeck, ca. 1 ½ Tonnen Gewicht. In der Mitte unten Zapfen für Autoreifen angebracht, Holzsteuer, Propeller in tunnelartiger Vertiefung der hinteren Bootswand. Weiße Farbe, Nebelhorn. Das Boot war in 5 Abschnitte zum Transport zerlegbar.

Vor dem Motor war Platz für 3-4 , dahinter für 3 Expeditionsteilnehmer. Schraube im tunnelartigen Einbau des Hinterschiffs zum Schutz gegen Grundberührung, zwei neben der Schraube angebrachte Seitenstücke sind unterhalb der Schraube mit abnehmbaren Querstäben verbunden, die dazu dienen sollen, die Schraube davor zu schützen, das Schilf und Gras nicht in die Schraube gerät. Das Schilf wird durch die Querstäbe niedergedrückt, ehe die Schraube über das Schilf hinweggeht. Bei Probefahrten wurde eine Geschwindigkeit von ca. 14-15km/h erzielt, der Brennstoffverbrauch betrug 10 kg auf 100km. Die originalen Konstruktionsskizzen sind in den 20er Jahren verbrannt. Hier der Abdruck aus der Zeitschrift „Das Motorboot“ von 1911

 

Auf dem CongoflussVerbleib der „Sarotti“

Graetz erhält keine Durchfahrtgenehmigung durch das Tsetsefliegen Gebiet und reist zurück nach Deutschland zur diplomatischen Klärung. Er übergibt die Aufsicht über das Boot dem Baushi – Häuptling an den Schnellen von Chunga
Im Mai 1912 kommt die Meldung von der belgischen Zollstation in Kasenga das die „Sarotti“ gesunken ist und 5 Meter unter Wasser liegt. S10° 37' 45" E26° 45' 27"

Bereits drei Wochen nach seiner Rückkehr aus Sambia hielt Paul Graetz Vorträge mit handkolorierten Dias und einer ersten Schnittfassung seines Filmes um Sponsorengelder für den zweiten Teil seiner Expedition zu gewinnen.