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Der Film

Zur ersten Durchquerung Afrikas mit dem Motorboot

 

motorboot

 

Der „Sarotti“ - Film

Download als pdf mit allen Bildern und Zusatzinformationen (pdf 1,06 MB)

Alles was sie für einen Dokumentarfilm brauchen (pdf 150 KB)

Der Film ist jetzt in einem wissenschaftlichen Archiv fachgerecht gelagert und steht als „Klatschkopie“ der weiteren Forschung zur Verfügung. Wissenschaftlicher Berater ist der„Kolonialfilmpapst“ Dr. Wolfgang Fuhrmann ( )

Der Film ist ansehbar auf der Website http://www.karlhoeffkes.de/wp/?p=329
Ansprechpartner für rund um die Uhr downloadbare sendetaugliche Formate und Ausschnitte ist Karl Höffkes Fon: 02542 951313

Nach seiner erfolgreichen Afrikaquerung mit einem Automobil von 1907–09 durchquerte der „deutschen Indiana Jones“ Paul Graetz den dunklen Kontinent 1911-12 in zwei Etappen mit dem Motorboot. Die afrikanische Wasserscheide wurde - teilweise von 60 Eingeborenen gezogen - auf anmontierten Fahrzeugrädern zwischen verschiedenen Gewässern zurückgelegt. Auf dem ersten Teil der Reise kam der französische Cinematograph Octave Fiere bei einem Kampf mit einem angeschossenen Büffel ums Leben. Paul Graetz erlitt schwere Kopfverletzungen. Er operierte sich in Teilen selbst, legte einen Gürtel fest um Kopf und Kiefer, und setzte von Kasama – im heutigen Sambia gelegen - die Reise zum sagenumwobenen Lake Bangwelu fort, dem damaligen „Loch Ness“...

Neustart am ChambeziIm Grenzfluss Luapula zwischen Congo und Sambia sank das Expeditionsboot „Sarotti“. Der zweite Teil der Reise wurde in einem Boot mit dem Expeditionsnamen „Hygiama“ unternommen. Sie führte entlang des Congo –Flusses von West nach Ost durch Afrika.

Bereits in Februar 1911 trafen sich der französische „cinematographische Operateur“ Octave Fiere und Paul Graetz zur Vorbereitung der Expedition in Marseille. Die Filmausrüstung wurde von Societe francaise des film et cinematographes „Eclair“ in Paris geliefert.

Eclair hatte in der Berliner Friedrichstraße eine Dependance. Der Film wurde dort zumindest bis 1914 gelagert.

Auf den 14 Etappenstation waren insgesamt 10.000m Film verteilt. 2 Aufnahmeapparate mit fünf verschiedenen Objektiven und 2 Stativen wurden eingesetzt.

Bereits drei Wochen nach seiner Rückkehr aus Sambia hielt Paul Graetz Vorträge mit handkolorierten Dias und einer ersten Schnittfassung seines Filmes um Sponsorengelder für den zweiten Teil seiner Expedition zu gewinnen.

Anfang der 30er Jahre, ließ Graetz -nach Rückkehr von mehrjährigem Indonesienaufenthalt- eine 35mm Filmfassung in der UFA anfertigen / umkopieren. Die Ethnologischen Aufnahmen hatten den Vorsatztitel: „Aufnahmen von Oberleutnant Paul Graetz, bearbeitet von der Kulturabteilung der Universum-Film A.G. Berlin Köthenerstr 43.“ Da Paul Graetz im Dritten Reich allerdings Auftritts-Verbote hatte, wurde der Film nicht mehr öffentlich aufgeführt.

Octave Fiere und Paul Gratz im FreilichtlaborVerpackung und Lagerung der Filme:

Holzkiste mit je 500m Film, verlötete Zinneinlage. Konservenöffner -– dann runde Blech-Filmschachteln in zerbröckelten Kork gebettet. Ein Streifen Heftpflaster verschließt den Deckel luftdicht. Dann kommt die eigentliche Kassette, in Kork gebettet und mit Heftpflaster verschlossen, in der der Film in Staniolpapier gewickelt ruht.

„Gras - Laboratorium“ 28.07. – 27.08.11 am Karungu-Fluss: 5 emaillierte Becken 70x80 cm, Chemikalien, 5 Trocken – Rahmen 57x65 cm. Entwicklung von 700 m Film, insgesamt wurden 2.500 m belichtet. Einige Filme wurden 6 Wochen unentwickelt transportiert,

Der Film galt lange Zeit als verschollen und spätestens seit dem großen Brand in Dresden als vernichtet. Auch in den UFA-Archiven wurde keine Schnitt- oder Rohfassung mehr gefunden.

Motorbootexpedition Durch den Aufkauf eines Schriftverkehrs von Paul Graetz mit der Ethnologin Dr. Barbara Pischel stieß ich auf eine Vortragsankündigung von 1946 mit Farblichtbildern und Originalfilm.

Damit war klar, dass der Film es aus Dresden geschafft hatte und mutmaßlich mit in den Koffern war, die mit Hilfe der Engländer aus Berlin ausgeflogen wurden. Somit konnte die Suche eingegrenzt werden und der Film wurde in August 2006 aufgefunden und sichergestellt.

Es sind nur wenige Pilzspuren vorhanden, ansonsten ist die Qualität hervorragend.